Lokales

In Hessisch Oldendorf sind die Jecken los

Hessisch Oldendorf (rhs). Nicht nur an Rhein und Ruhr, Mosel, Saar und Neckar, sondern auch im Weserbergland werden die Jecken am kommenden Wochenende die fünfte Jahreszeit feucht-fröhlich ausklingen lassen. Egal, ob in den Karnevalszentren Ockensen, Lüntorf, Hameln oder Hessisch Oldendorf, überall wird unmittelbar vor Rosenmontag noch einmal die Narretei sich voll entfalten und wahre Blüten treiben.

Obwohl der Karneval seine Wurzeln entlang des Rheines hat und sich von dort wie ein „Flächenbrand“ auch auf die mittleren und östlichen Teile der Republik ausgebreitet hat, so ist er auch in Hameln-Pyrmont mittlerweile heimisch geworden. Zwar treiben es die heimischen Narren nicht so wild und ausgelassen wie in Düsseldorf, Köln oder Mainz, aber was Umzüge und Straßenfeste betrifft, so stehen sie ihnen kaum nach. Man denke da nur an die beiden Umzüge in Lüntorf oder Hessisch Oldendorf, in denen zwar nicht so sehr die große Politik im Mittelpunkt steht wie in diesem Jahr vermutlich die Eurokrise oder die „Skandälchen“ um den Bundespräsidenten. Aber dafür werden vermutlich den heimischen Mandatsträgern gehörig die Leviten gelesen.

In Hessisch Oldendorf, wo 1972 die Holländer als Erste die Bevölkerung mit dem Bazillus Karneval infizierten, werden am Sonntag ab 14 Uhr wieder mehr als 10 000 Narren beim großen Umzug in der Stadt erwartet. Über 30 Wagen sowie viel Fußvolk werden mit Musik und Schlachtgesängen unterwegs sein. Und immer wieder ergießt sich ein Bonbonhagel auf die dicht am Straßenrand stehenden und mitfeiernden Jecken. Über allem thront das Stadtprinzenpaar Kai-Uwe I und Claudia I, die sich zuvor des Rathausschlüssels bemächtigt haben, um damit endgültig den Mief aus den Amtsstuben zu vertreiben. „Statt am Computer zu sitzen, den Kugelschreiber zu benutzen oder Akten zu wälzen heißt das Motto des Regentenpaares: „Liebe Stadtbedienstete, nehmt alles nicht so ernst, lasst überall Frohsinn einkehren.“ Dieser findet dann allerdings am Aschermittwoch sein Ende, wenn überall Katerstimmung einkehrt und die Masken endgültig fallen. Aber schon in neun Monaten beginnt das Spiel aufs Neue. Und dann heißt es wieder überall: „ein Dreifach- Weserbergland-Helau“.

Großer Festumzug am Sonntag mit über 30 Wagen

Artikel vom 14.02.2012 - 15.53 Uhr
drucken
Diesen Artikel versenden


   
versenden
Startseite | Szene | Termine | Prospekte | Mediadaten | Impressum
Hamelner Markt  |  Journal am Sonntag  |  Pyrmonter Rundblick
© Weser-Region Werbeverlag GmbH