Lokales

Kreisel soll die Lösung sein

Bad Pyrmont (ar). So einig wie im Bad Pyrmonter Bau- und Umweltausschuss war man sich wohl selten. In großer Übereinstimmung zollten die Mitglieder einem Konzept Beifall, das Lutz Wackermann vom Ingenieurbüro Richter in einer anschaulichen Präsentation vorstellte und das auf Anhieb überzeugte.

Für die geplante Erneuerung der Stadteinfahrt aus Richtung Bahnhof und unter dem Druck wegen der bei einer Sanierung der Bad Freienwalder Brücke notwendigen Aufrechterhaltung des stadteinwärts fahrenden Verkehrs ohnehin eine praktikable Lösung finden zu müssen, hatte das Ingenieurbüro „Ideenskizzen“ entwickelt. Im Gegensatz zu der in der vergangenen Woche von der Gruppe Bürgersinn/FDP vorgestellten „Bypass-Lösung“, die zur Entlastung eine zweite Brücke neben der Heemsteder Brücke und eine Umgestaltung der Bad Freienwalder Brücke nur zur Fußgänger- und Radfahrerbrücke vorsieht, zeigte sich die vorgestellte Planung als verblüffend ästhetisch und gleichermaßen funktionell. Danach soll vor dem Bahnhof ein großer, zweispuriger Verkehrskreisel entstehen, der das dortige Verkehrsaufkommen ohne Probleme aufnehmen und ableiten kann, und der mit einem in der Kreiselmitte platzierten großen Wasserspiel für alle Einfahrenden bereits eine „Visitenkarte“ des Heilbades Pyrmont abgibt. Mehr als 25 000 Fahrzeuge kann dieser Kreisel verkraften, was bei einem momentanen Aufkommen von täglich 18 000 reichlich Reserve enthält. Zudem soll der Bahnhofsvorplatz mit Baumreihen großzügig begrünt werden und Platz für Bushaltestellen, Park & Ride sowie Fahrradunterstände geschaffen werden.

Die von Christian Güse (FDP) betonte Notwendigkeit einer dritten Emmerbrücke erhielt von Udo Nacke (CDU) eine Abfuhr. „Die Brücke ist nicht notwendig, denn eine einzige Stadteinfahrt kann ohnehin nicht den gesamten Verkehr in die Stadt aufnehmen.“ Und Hans-Joachim Böhnke von der städtischen Bauverwaltung ergänzte: „Die Bad Freienwalder Brücke muss so oder so saniert werden. Und Fördermittel gibt es dafür nur, wenn die Planung auch den bisherigen Zweck, also den Kraftverkehr enthält.“ Nun gilt es, möglichst rasch von der Ideenskizze zur Planung zu kommen, und Udo Nacke hakte denn in Sachen planerischem Aufwand für die Erlangung von Drittmitteln auch gleich nach. Dabei werden verschiedene Interessen berührt, denn die Bahnhofstraße und die Lügder Straße sind Landesstraßen, der Bahnhofsvorplatz ist Eigentum der Deutschen Bahn, und so müssen die finanziellen Ansprüche und die Bereitschaft der Beteiligten, eine tragfähige Lösung zu erreichen, unter einen Hut gebracht werden.

Planer stellen Entwürfe für neuen Bahnhofsvorplatz vor

Artikel vom 24.01.2012 - 17.06 Uhr
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