Lokales

Lippmann: „Diskussion nicht nachvollziehbar“

Wie geht es mit der HMT und dem Stadtmarketing weiter?

Hameln (mes). Weiterhin wird in Hamelns Politik und Wirtschaft über Strukturveränderungen in der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) und dem Stadtmanagement diskutiert. Während CDU und Stadtmarketingverein die Aufgaben auf eine Person an der Spitze vereinen wollen (wir berichteten), hatten jetzt die SPD/FDP/Grünen-Gruppe und Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann zu einem Pressegespräch eingeladen, in dem sie betonten, keine Strukturveränderungen vornehmen zu wollen.

„Nach dem Weggang des ehemaligen Stadtmanagers Mario Schiefelbein kam keine derartige Diskussion auf – warum jetzt nach der Kündigung von Stefan Schlichte?“, fragte Susanne Lippmann. Sie könne die momentane Situation nicht nachvollziehen, unterstrich aber auch, dass man keine Gesellschaft weiterführen könne, in der die zwei Gesellschafter so unterschiedlicher Meinung sind.

Die nächste Aufsichtsratssitzung ist für den 9. August angesetzt. Dann wird die Mehrheitsgruppe folgenden Antrag einbringen: „Die Stelle des Stadtmanagers ist sofort auszuschreiben“ – mit dem gleichen Anforderungsprofil wie bisher. Zusätzliche Leistungen wie Prokura oder eine stellvertretende Geschäftsführung seien möglich. Demgegenüber werde das Stadtmarketing einen Antrag einbringen, der eine einheitliche Geschäftsführung für HMT und Stadtmarketing unter einem Dach und Verantwortungsbereich vorsieht. Auch die Christdemokraten plädieren weiterhin für einen einzigen Geschäftsführer, der gleichermaßen für Tourismus, Hallen- und Stadtmanagement verantwortlich zeichnet.

Sollte kein Konsens erzielt werden – womit Mehrheitsgruppe und Oberbürgermeisterin rechnen –, werde die Gesellschafterversammlung auf den Plan gerufen. „Gesellschaftsstrukturverändernde Beschlüsse erfordern eine Behandlung in der Gesellschafterversammlung“, begründet Uwe Schoormann als Sprecher der SPD/FDP/Grünen-Gruppe. Hierfür habe man drei Vorschläge entwickelt: entweder eine Tochtergesellschaft der HMT zur Stärkung des Stadtmarketings mit eigenem Geschäftsführer zu gründen; oder das Stadtmarketing aus der HMT herauszulösen, wobei die Stadt Mitglied des Stadtmarketingvereins wird und einen Kooperationsvertrag mit der HMT schließt; oder – schlussendlich – die Kündigung der Gesellschaft zum Zwecke der Neuverhandlung.

„Beide Gesellschafter haben unterschiedliche Sichtweisen, wir nähern uns nicht an, keiner kann den anderen überzeugen“, sagte Lippmann. „Einen Geschäftsführer für alles“ (sprich für die drei Bereiche Stadtmarketing, Tourismus und Hallenmanagement) halte sie für nicht vorstellbar. „Das wäre eine Schwächung des Stadtmarketings, und dafür gibt es keine Gründe!“

Mehrheitsgruppe gegen Strukturveränderungen bei HMT

Artikel vom 29.07.2010 - 11.55 Uhr
drucken
Diesen Artikel versenden


   
versenden
Startseite | Szene | Termine | Prospekte | Mediadaten | Impressum
Hamelner Markt  |  Journal am Sonntag  |  Pyrmonter Rundblick
© Weser-Region Werbeverlag GmbH