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Mitgliedsbeitrag verdreifacht sichRadwandern ist eins der Schwerpunktthemen.
Hameln (mes). Über 20 000 Euro mehr muss die Stadt Hameln berappen, will sie weiterhin Mitglied der Zukunftsoffensive des Weserbergland Tourismus e.V. (WT) bleiben. Der Mitgliedsbeitrag stieg jetzt von 11 700 Euro im Jahr 2010 auf rund 24 000 Euro in den Jahren 2011 und 2012. 2013 werden dann sogar knapp 33 000 Euro fällig. Das teilte Frank Lücke von der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Personal und Wirtschaft mit.
Die seit zwei Jahren bestehende Mitgliedschaft in dem Verein beziehungsweise der Beitrag dafür sei eine freiwillige Leistung der Stadt, betonte Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann. Sie verspreche sich von dieser interkommunalen Zusammenarbeit Vorteile für Hameln. Vor allem der Schwerpunkt Radwandern stehe hier im Fokus. Über Entwicklungen und Erfolge sollte daher in regelmäßigen Abständen berichtet werden. Dem kam Lücke jetzt nach, der aus Sicht der HMT die Fortschritte beurteilen sollte.
2010 wurde die Zukunftsoffensive von den Mitgliedern des WT beschlossen, erinnerte Frank Lücke die Anwesenden. Begonnen wurde mit den zwei Themen Radwandern und Wandern, doch sichtbare Erfolge dauerten eben ihre Zeit. „Es ist auch nicht ganz einfach, sie auf Ortsebene herunterzubrechen“, räumte er ein. Doch seiner Meinung nach profitiere Hameln davon, wenn der Verband das Radwandern stärkt, indem zum Beispiel das Radwegenetz verbessert wird. So kämen mehr Touristen in die Hamelner Altstadt, wo sie einkaufen, essen und trinken und eventuell auch übernachten würden. Beim Thema Wandern sei der Nutzen für die Stadt indes fraglich.
Konkret sei laut Lücke das Personal der WT aufgestockt worden und auch die Pressearbeit – wie zum Beispiel Begleitung und Verbreitung zum Musical „Die Päpstin“ – professionell. Im Frühjahr werde zudem mit dem dritten Schwerpunkt, historische Städte, gestartet. „Davon versprechen wir uns den größtmöglichen Nutzen für Hameln. Wir werden das Thema intensiv begleiten und in ein bis zwei Jahren Erfolge messen können“, sagte er. „Wir sind gespannt auf den dritten Schwerpunkt – davon wollen wir auch eine Scheibe abbekommen“, betonte die Oberbürgermeisterin.
Die Ausschussmitglieder waren im Allgemeinen damit einverstanden, weiterhin Mitglied in der Zukunftsoffensive zu bleiben. Jedoch fehlte es ihnen an konkreten Aussagen. „Welche Maßnahmen sollen beim Thema historische Städte umgesetzt werden?“, wollte zum Beispiel Julia Maulhardt von den Grünen wissen. Doch da musste Frank Lücke sie enttäuschen: Der Verband habe den Mitgliedern noch keine Details vorgestellt. Peter Kurbjuweit (Linke) hätte gern gewusst, was sich „ganz praktisch“ tue. „Wird sich der Beitrag nach 2013 wieder erhöhen?“, fragte Christdemokrat Thorsten Sander. Über solch detaillierte Auskünfte vermochte Lücke keine Auskunft zu geben, daher schlug Lippmann vor, die Geschäftsführerin des WT, Petra Wegener, zur nächsten Sitzung einzuladen.
Stadt muss tief in die Tasche greifen