Lokales

Seit 40 Jahren dem Münster verpflichtet
Hameln (nl). Das Münster St. Bonifatius ist die „Wappenkirche“ der Stadt Hameln und kann im Jahr 2012 immerhin schon das 1200-jährige Bestehen feiern – und ist damit die älteste Kirche der Rattenfängerstadt. Doch nicht immer gab es nur glückliche Tage für das Münster, das zum Beispiel vor mehr als 40 Jahren von offensichtlicher Baufälligkeit betroffen war.
drucken
Diesen Artikel versenden


   
X
versenden bookmark

Die Dewezet schrieb damals mehrfach über den schlechten Zustand und verwies seinerzeit auf den Sanierungsrückstand sowie auf den Umfang der notwendigen Erhaltungsmaßnahmen hin. Allerdings berichtete die Zeitung auch über die schlechte, finanzielle Situation der Verantwortlichen. „Es sind Summen notwendig, die niemals allein von der Landeskirche oder auch von der Stadt Hameln, erst recht nicht von der Münsterkirchengemeinde aufgebracht werden können“, hieß es damals. Und der Verfasser fragte: „Wäre es angesichts einer solchen, die Kräfte anscheinend übersteigenden Aufgabe nicht richtig, das Gebäude ganz aufzugeben?“

Glücklicherweise wurde dieser Schlussfolgerung bekanntlich nicht gefolgt, denn das Münster verdankt seinen Fortbestand zwei Männern, die mit ihrem unermüdlichen Engagement die alte Kirche retteten: Es waren der damalige Pastor am Münster, Hans-Dietrich Ventzky, sowie der Rechtsanwalt und Notar Dr. Dieter Wedekind. Sie machten sich ans Werk und schafften es als „Männer der ersten Stunde“, Hamelner Bürger für den Erhalt Hamelns ältester Kirche zu begeistern. Ihr andauerndes Engagement führte im Juni 1970 schließlich zur Eintragung der „Münsterfreunde“ als einen gemeinnützigen Verein, der heute den Namen „Verein der Freunde und Förderer des Münsters St. Bonifatius zu Hameln e.V.“ trägt – und in diesem Sommer den 40. Geburtstag feiern darf.

Die Sanierungsmaßnahmen wurden durchgeführt und 2009 konnte die umfangreiche Renovierung des Münsters abgeschlossen werden. Und der Verein hat diese Maßnahmen zum Erhalt und der Ausstattung der Kirche in den vier Jahrzehnten mit vielen Fördergeldern unterstützt. Doch die Aufgaben bleiben, denn am Münster St. Bonifatius als alte Kloster-, Stifts- und Gemeindekirche fallen immer wieder neue Arbeiten an – und der Förderverein ist gefordert.

Mit den Mitgliedsbeiträgen und als Anlaufstelle für Unterstützer und Sponsoren sorgt der Verein für regelmäßige Fördergelder, die in den vergangenen Jahren zum Beispiel auch bei der Renovierung der Orgel auf dem hohen Chor oder bei der Umsetzung der Beleuchtung eingesetzt wurden. Und dies sind nur zwei von vielen weiteren konkreten Projekten.

Die Vereinsvorsitzende Dr. Marion Müller sagt, dass in den vergangenen Jahren immer wieder Projekte mit jeweils 4000 bis 10 000 Euro gefördert wurden – beachtliche Summen für einen Verein mit rund 50 Mitgliedern, der jetzt im August gleich mit zwei Veranstaltungen (siehe Kasten) seinen runden Geburtstag feiert.

Freunde und Förderer von St. Bonifatius feiern
Artikel vom 30.07.2010 - 15.01 Uhr
Startseite | Szene | Termine | Prospekte | Mediadaten | Impressum
Hamelner Markt  |  Journal am Sonntag  |  Pyrmonter Rundblick
© Weser-Region Werbeverlag GmbH