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Stender auf den Spuren von Nora und JamesHeiner Stender (mit einem Bild von Nora Joyce) und Jürgen Rebers im „Drehbuch“ vertieft. Foto: sto
Coppenbrügge (sto). Auch in diesem Jahr wirkt „Unser Dorf liest/spielt“ mit in der Reihe „Das Weserbergland spielt“. Es ist bereits das siebte Mal, dass die Coppenbrügger Kultur-Initiative im Theater Hameln die „Bretter, die die Welt bedeuten“, betreten wird. „Jedes Mal sind wir aufs Neue gespannt“, betont Heiner Stender, Buchhändler und umtriebiger Sprecher der Initiative. Gezeigt wird ein von ihm verfasstes Feature in Form einer szenischen Lesung. Der Titel lautet „Der Abend vor dem Bloomsday“.
Zum Hintergrund: Der 16. Juni 1904 war ein ganz gewöhnlicher Tag, und doch wurde ihm mit dem sogenannten „Bloomsday“ ein literarisches Denkmal gesetzt. „Bauherr“ war der irische Schriftsteller James Joyce, der mit seinem bedeutenden, um die 1000 Seiten langen Roman „Ulysses“ nur einen einzigen Tag im Leben des Leopold Bloom beschreibt. Dieser in Dublin spielende Tag basiert auf einem autobiografischen Hintergrund, denn am 16. Juni 1904 hatten Joyce und Nora Barnacle, seine spätere Frau, ihr erstes Rendezvous. Eigentlich sollte es bereits am 15. Juni stattfinden, aber Nora kam nicht. Was könnte sich an dem Abend ereignet haben?
Heiner Stender, bekennender Joyce-Leser, hat sich mit dieser Frage in seinem Feature auseinandergesetzt. Es wird aufgeführt am Freitag, 15. Juni, 20 Uhr im Theater Hameln. Genau einen Tag vor dem „Bloomsday“, der nicht nur in Dublin alljährlich als Gedenktag gefeiert wird.
„Der Ulysses ist ein wunderbares und wichtiges Buch, das aber leider viel zu wenig gelesen wird“, bedauert Stender. Mit seinem Feature möchte er auf das literarische Meisterwerk aufmerksam machen. In „erträglicher“ Länge von etwa 90 Minuten soll der „Bloomsday“ den Theaterbesuchern verständlich nähergebracht werden. Erst im vergangenen Jahr hatte Stender ein Feature frei nach dem Werk Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ verfasst, das im Juni im Theater Hameln aufgeführt worden war.
Regie bei „Der Abend vor dem Bloomsday“ führt, wie schon häufig bei Theateraufführungen der Coppenbrügger Kultur-Initiative, Jürgen Rebers. „Dieses Stück ist eine besondere Herausforderung“, betont er. Karten sind bereits im Vorverkauf erhältlich: im Theater Hameln und im Buchladen Stender unter der Telefonnummer (0 51 56) 243.
In Coppenbrügge entsteht ein Stück über den großen irischen Schriftsteller