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Zweifel an IGS-Arbeitskreis – doch Mehrheitsgruppe setzt sich durch

Hameln (mes). Braucht die IGS Hameln eine Arbeitsgruppe? Ein entsprechender Antrag der Mehrheitsgruppe wurde Donnerstag im Ausschuss für Kindertagesstätten, Schulen und Sport kontrovers diskutiert.

„Die Situation vor Ort ist problematisch, viele Punkte stehen an“, begründete Jennifer Weidner (Grüne) den Antrag. Kleine Mensa, abgängige Sporthalle, fehlender Mehrzweckraum – ein Arbeitskreis sei zur Unterstützung sinnvoll, um schließlich Lösungsmodelle zeitnah zu finden. Der Vorschlag wurde jedoch nicht gänzlich befürwortet. Vor allem Schulleiter und Stadtelternrat sahen sich übergangen, lautet der Beschlussvorschlag in dem Antrag doch, eine Arbeitsgruppe „aus den Mitgliedern des Ausschusses für Kindertagesstätten, Schulen und Sport sowie Vertretern aus den jeweiligen Fachabteilungen“ zu gründen. „Mit den Betroffenen wurde gar nichts abgestimmt“, kritisierte Herbert Habenicht (FDP) das Vorgehen von CDU, Grünen und Unabhängigen und fügte hinzu: „Wenn ich nicht mehr weiterweiß, bild‘ ich einen Arbeitskreis…“ Er bezweifelte, dass eine solche Einrichtung Sinn macht. Die Schulleitungen selbst hatten die Befürchtung, dass sie „aufeinandergehetzt“ würden. Denn: „Wir arbeiten eng zusammen, haben Ideen entwickelt – nur scheitert deren Umsetzung an den finanziellen Möglichkeiten“, erläuterte Gudrun Kruppe, kommissarische Leiterin der IGS. Sie bat darum, miteinander und nicht übereinander zu reden. Auch ihr Kollege Wolfgang Weber, Leiter des Albert-Einstein-Gymnasiums, pflichtete ihr bei: „Wir wollen eine materielle Unterstützung.“

Welche Kompetenz einem eventuellen Arbeitskreis überhaupt zugestanden würde, das wollte Bettina Schultze (SPD) wissen. Für sie war ganz klar, dass auch Lehrer und Elternvertreter in eine solche Gruppe gehörten. Daher schlug sie vor, den Antrag zu erweitern. Die Mehrheitsgruppe stellte klar, dass sie mit dem Antrag dem Schulzentrum Nord keineswegs „etwas überstülpen“ wollen, wie Wolfgang Meier (Grüne) betonte, sondern „Dinge befördern und weiterhin engagiert bleiben“. Die Gremien sollten entscheidungsfähig bleiben, räumte auch Christdemokrat Walter Kienast ein. Jedoch sei es noch nicht gelungen, Politik vor Ort im letzten halben Jahr zu betreiben. Stadträtin Gaby Willamowius appellierte an den Ausschuss, keine „Nebenstruktur“ aufzubauen – und so stimmte die Mehrheit dem erweiterten Antrag zu; fünf Nein-Stimmen kamen vonseiten der SPD und FDP.

Artikel vom 03.02.2012 - 15.18 Uhr
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